Die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wurde 1952 gegründet, als eine der weltweit größten ihrer Art. Sie öffnete nun ihre Türen am neuen Standort: Auf etwa 2.600 Quadratmetern werden im Kraftwerk Mitte künftig nicht nur 12.000 Marionetten, Handpuppen und andere Theaterfiguren beherbergt, auch ganze Bühnen und das umfangreiche Archiv, insgesamt über 100.000 Objekte, finden einen angemessenen Platz.
Künftig wird es zwei Ausstellungen geben, die unabhängig voneinander besucht werden können: Die permanente Basis-Ausstellung präsentiert Highlights aus den Beständen wie Marionetten, die am Weimarer Bauhaus entwickelt wurden, oder den „Hohnsteiner Kasper“, den Urahnen aller modernen deutschen Handpuppen-Kasperfiguren.

Darüber hinaus wird es jeden Herbst eine neue Jahresausstellung geben, in der externe Kurator*innen-Teams die Sammlung in ungewöhnlichen Formaten inszenieren. Den Auftakt macht im ersten Jahr die Gruppe Rimini Protokoll mit der immersiven und multimedialen Installation „Alter Ego Raubkopie – Ein multimediales Puppenspiel in drei Räumen“. Das Projekt wurde gefördert von MUSEIS SAXONICIS USUI – Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen. Es thematisiert Manipulation, Kontrollverlust und die Frage, wer hier eigentlich mit wem spielt. Gut möglich, dass die Besucherinnen und Besucher darin selbst an digitalen Fäden hängen…
Der Gebäudekomplex „Lichtwerk“ liegt an der zentralen „Theatergasse“ und damit in direkter Nachbarschaft zum tjg. theater junge generation mit seiner Puppentheatersparte. Ausstellungen und Aufführungen können sich hier also perfekt ergänzen.
Kraftwerk Mitte 1-32, 01067 Dresden
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14—19 UhrSamstag bis Sonntag 10—19 Uhr
