Die Ausstellung „BLAUW“ erzählt von der Erforschung der Geschichte, Anwendung und Möglichkeiten blauer Farben und Blaudruck. Dies ist eine traditionelle und arbeitsintensive Technik, die viel Geschick erfordert. Textile Blueprint wurde sogar in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Historisches Bauplan- und Rezeptbuch
Die Ausstellung ist inspiriert von dem kürzlich erworbenen Muster- und Rezeptbuch aus dem Jahr 1811 von Johannes Mulder, einem renommierten Blaudrucker und Färber aus Borne. Sein historisches Musterbuch mit Rezept aus dem Jahr 1811 enthält noch aktuelle Designs. Liesbeth Hassink, Direktorin des Museums, spricht von einem „denkwürdigen Tag“. „Das ist so ein Juwel und gehört zu den Top Ten des Museums.“
Das Färben von Kleidung war billiger
Blaudruck ist eine alte Technik zum Bedrucken von Stoffen mit wunderschönen indigoblauen Farben und raffinierten Mustern. Nach dem Auftragen eines Stempelmusters mit einer Paste wird der Stoff in das Färbebad getaucht. Beim Entfernen wird Sauerstoff freigesetzt und der Stoff nimmt die blaue Farbe an, ein Wunder. Anschließend wird die Paste ausgewaschen, sodass das Muster sichtbar wird.
Blueprint ist in der Vergangenheit deshalb so beliebt geworden, weil Kleidung teuer war. Kleidung zu färben war billiger als neue zu kaufen. Viele Rezepte sind erhalten geblieben. Dies zeigt, dass das Blaupausenmalen eine Fähigkeit ist, die viele natürliche Ressourcen erfordert, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Originalstempel und verschiedene Rohstoffe der Blaumalerei sind im Museum zu sehen.
Das Aufkommen von synthetischem Indigo
In Europa wird der natürliche blaue Farbstoff seit dem Mittelalter durch Fermentierung der Blätter der Waidpflanze (Isatis tinctoria) gewonnen. Später gelangte durch den Handel mit der VOC das farbbeständigere östliche Indigo (Indigofera) nach Europa. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebten die Blaufärber ihre Blütezeit. Durch die Einführung von synthetischem Indigo sind die Menschen nicht mehr auf den Import von natürlichem Indigo aus Asien angewiesen. Obwohl die Ursprünge europäischer Blaupausen in den Niederlanden liegen, wird dieses Handwerk hier noch selten angewendet. Es ist interessant zu sehen, wie sich der textile Blaupausenprozess in verschiedenen Regionen und Ländern entwickelt hat.
Zeitgenössische innovative Anwendungen und Techniken
Blaupausen sind ein Handwerk, das in den Niederlanden nicht mehr weit verbreitet ist, aber dennoch viel Potenzial hat und für moderne Anwendungen eingesetzt werden kann.
Mit dieser Ausstellung möchte das Museum Bussemakerhuis die Schönheit und Vielseitigkeit von Blaudruck zeigen. Besuchen Sie bis 30. November 2023 das Museum im historischen Zentrum von Borne und lassen Sie sich von der Schönheit und Handwerkskunst von Blaudruck inspirieren! (Pressetext)
Museum Bussemaker
Ennekerdijk 11
7622 ED Borne
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11.30 bis 16.30 Uhr. Samstag und Sonntag von 13:00 bis 16:30 Uhr.


